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29.07.2010
Sommerlager 2010

24.04.2010
International Open Kunheim (F)

17.04.2010
3. IFK Kata Weltmeisterschaft

OSU  
     

In der Kyokushin Gemeinschaft ist das Wort Osu allgegenwärtig. Während einer Trainingslektion im Dojo, aber auch ausserhalb des Dojos hört man es immer und immer wieder. Osu hat viele Bedeutungen und Verwendungen. Es wird z.B. als Gruss benutzt, wenn man sich verbeugt oder jemanden anspricht. Es kann aber auch ein Antwort wie "ja ich habe verstanden" sein, wenn der Instruktor eine Anweisung gibt oder etwas vormacht. Es ist auch eine Anerkennung an das Dojo und die anderen Karatekas, wenn man das Dojo betritt und es drückt den Respekt und die Dankbarkeit genüber dem Instruktor, den Älteren (Senpais) und dem Dojo aus, wenn man es wieder verlässt. Wenn der Instruktor eine Anweisung gibt, bestätigen die Schüler dies mit Osu in der Bedeutung "jawohl ich bin bereit".
Man benutzt als Kyokushin Karateka Osu so oft, dass es ganz selbstverständlich und unbewusst gebraucht wird. Viele Schüler sagen Osu einfach, weil die Älteren es ihnen gesagt haben oder weil sie es von den anderen gehört haben. Die Gefahr besteht, dass Osu einfach zu einem Teil des Trainings wird wie z.B. das Kiai. Viele sagen es aber verstehen nicht seine Bedeutung.

 

Osu ist eine Kurzform für "Oshi shinobu" (oder "Osu shinobu"). Das erste Wort Oshi bedeutet soviel wie aufrechterhalten, forcieren, weitermachen und Shinobu bedeutet ertragen, aushalten oder Geduld.
Osushinobu bedeutet also ungefähr "durchhalten, während man bedrängt wird" oder auch "Geduldig sein und weitermachen". Wenn man Osu sagt, soll man damit ausdrücken, dass man nicht aufgeben wird, sondern sich bis in an die Grenzen fordert. Es bedeutet aber auch, dass man Geduldig sein soll, den für den Erfolg und Fortschritte braucht es viel Training und man muss immer und immer wieder das gleiche üben.

Im Kyokushin bedeutet Osu niemals aufzugeben, immer fleissig zu üben und immer zu versuchen das Beste zu geben.

"oshi" (oder "osu")

"shinobu"

Wenn ein Karateka das Dojo betritt verbeugt er sich und sagt ein lautes Osu. Dieses Osu ist eine Anerkennung an das Dojo und alle die darin Trainieren und sich viel abverlangen. Es soll den Schüler aber auch erinnern, dass er geduldig mit sich und seinen Kameraden sein soll. Das Osu sollte einem auch bewusst machen, den Druck und die Belastungen eines schlechten Tages hintersich zu lassen und sich ganz auf das kommende Training zu konzentrieren. Jedesmal wenn wir Osu im Training hören sollte es uns motivieren und zu noch mehr anspornen.

Das Ziel des Karate Trainings ist es ein besserer Mensch zu werden. Durch das Karate Training lernen wir die Unanehmlichkeiten die einem im Dojo auferlegt werden zu überwinden. Indem man diese Widerigkeiten überwindet gewinnt man an Vertrauen und Zuversicht was uns im ganzen Leben hilft und unseren Charakter stärkt.
Durch die Ausdauer und den festen Willen das Beste zu geben, ist ein Karateka jedesmal, wenn er das Dojo verlässt ein anderer, besserer Mensch. Das ist der Sinn und Zweck von Karate und dem Dojo als Übungsort.
Das ist die wahre Bedeutung von Osu.

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