 |
 |
 |
 |
 |
|
|
| OSU |
|
 |
| |
|
|
|
In der Kyokushin Gemeinschaft ist das Wort Osu allgegenwärtig.
Während einer Trainingslektion im Dojo, aber auch
ausserhalb des Dojos hört man es immer und immer wieder.
Osu hat viele Bedeutungen und Verwendungen. Es
wird z.B. als Gruss benutzt, wenn man sich verbeugt
oder jemanden anspricht. Es kann aber auch ein Antwort
wie "ja ich habe verstanden" sein, wenn der
Instruktor eine Anweisung gibt oder etwas vormacht. Es
ist auch eine Anerkennung an das Dojo und die anderen
Karatekas, wenn man das Dojo betritt und es drückt
den Respekt und die Dankbarkeit genüber dem Instruktor,
den Älteren (Senpais) und dem Dojo aus, wenn man es
wieder verlässt. Wenn der Instruktor eine Anweisung
gibt, bestätigen
die Schüler dies mit Osu in der Bedeutung "jawohl
ich bin bereit".
Man benutzt als Kyokushin Karateka Osu so oft, dass
es ganz selbstverständlich und unbewusst gebraucht
wird. Viele Schüler sagen Osu einfach, weil die Älteren
es ihnen gesagt haben oder weil sie es von den anderen
gehört haben. Die Gefahr besteht, dass Osu einfach
zu einem Teil des Trainings wird wie z.B. das Kiai. Viele
sagen
es aber verstehen nicht seine Bedeutung.
|
 |
|
Osu ist eine Kurzform für "Oshi
shinobu" (oder "Osu
shinobu"). Das erste Wort Oshi bedeutet soviel wie
aufrechterhalten, forcieren, weitermachen und Shinobu bedeutet
ertragen, aushalten oder Geduld.
Osushinobu bedeutet also ungefähr "durchhalten,
während man bedrängt wird" oder auch "Geduldig
sein und weitermachen". Wenn
man Osu sagt, soll man damit ausdrücken,
dass man nicht aufgeben wird, sondern sich bis in
an die Grenzen fordert. Es bedeutet aber auch, dass
man
Geduldig sein soll, den für den Erfolg und Fortschritte
braucht es viel Training und man muss immer
und immer wieder das gleiche üben.
Im Kyokushin bedeutet Osu niemals aufzugeben, immer fleissig zu üben
und immer zu versuchen das Beste zu geben.
|
 |

"oshi" (oder "osu")
|
 |

"shinobu"
|
 |
|
Wenn ein Karateka das Dojo betritt verbeugt er sich und sagt ein lautes
Osu. Dieses Osu ist eine Anerkennung an das Dojo und alle
die darin Trainieren und sich viel abverlangen. Es soll
den Schüler
aber auch erinnern, dass er geduldig mit sich und seinen
Kameraden sein soll. Das Osu sollte einem auch bewusst machen,
den Druck und die Belastungen eines schlechten Tages hintersich
zu lassen und sich ganz auf das kommende
Training zu konzentrieren.
Jedesmal wenn wir Osu im Training hören sollte es uns motivieren
und zu noch mehr anspornen.
Das Ziel des Karate Trainings ist es ein besserer Mensch zu werden.
Durch das Karate Training lernen wir die Unanehmlichkeiten
die einem im Dojo auferlegt werden zu überwinden. Indem man diese Widerigkeiten überwindet
gewinnt man an Vertrauen und Zuversicht was uns im ganzen Leben
hilft und unseren Charakter stärkt.
Durch die Ausdauer und den festen Willen das Beste zu geben,
ist ein Karateka jedesmal, wenn er das Dojo verlässt ein anderer,
besserer Mensch. Das ist der Sinn und Zweck von Karate
und dem Dojo als Übungsort.
Das ist die wahre Bedeutung von
Osu. |
 |
<<< zurück
|
|
 |
|
|
 |